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Og. Am Tag der offenen Tür stellten die Wehrdienst der Gemeinde Gelterkinden ihr Können unter Beweis. Die Feuerwehr wird mit einem neuen Pionierfahrzeug ausgerüstet.

In einer gemeinsamen Aktion präsentierten sich die Wehrdienste der Gemeinde Gelterkinden bestehend aus Feuerwehr, Zivilschutz und Samariterverein, der Öffentlichkeit. Während auf dem Dorfplatz die Feuerwehr ihre Fahrzeuge und die Gerätschaften in Form einer Ausstellung zeigte, ging es einen Steinwurf entfernt - am Kirchrain - heiss zu und her. Wo Rauch ist, ist auch Feuer, nicht nur am Grill der vom Feuerwehrverein geführten Festwirtschaft. Als Höhenpunkt der Aktionen simuliert die Feuerwehr einen schweren Verkehrsunfall. Die Pompiers hatten den Auftrag zusammen mit dem inzwischen eingetroffenen Ärzteteam die Verletzten zu bergen und medizinisch zu versorgen. Das war gar nicht so einfach, denn die Türen des Personenwagens, der frontal mit einem Baum kollidiert war, liessen sich nicht mehr öffnen und mussten mittels hydraulischer Schere und Spreizer demontiert werden. Bevor es soweit war leisteten die beiden Ärzte den eingeschlossenen Verletzten durch die Fensteröffnungen Erste Hilfe. Mit den gleichen technischen Hilfsmittel wurden zuvor die Motorhaube entfernt und die Batteriekabel abgetrennt. Somit war die Gefahr eines durch Kurzschluss ausgelösten Brandes gebannt. Auslaufender Treibstoff bildete ein zusätzliches Risiko. In aller Eile wurden deshalb die Dolendeckel der Strassenentwässerung mit einer Folie abgedichtet, um einer allfälligen Explosion im Kanalisationsnetz vorzubeugen.

An der von Oberleutnant Daniel Schwill geleiteten Übung fiel hauptsächlich die ruhige und überlegte Arbeitsweise der eingesetzten Leuten auf. Jeder Mann und jede Frau wusste, was zu tun war. Die Vorgesetzten erteilten ihre Weisungen meistens mit Handzeichen. Und war ein mündlicher Befehl nötig, geschah dies in einer fast leisen Sprachweise. Für militärisches Brüllen ist bei der Feuerwehr kein Bedarf mehr vorhanden. Hauptmann Andy Frömcke, der 43 Mann und 10 Frauen kommandiert, war denn auch mir jeder Hinsicht zufrieden.

Am frühen Nachmittag konnte die Feuerwehr in einem schlichten Akt das neue Fahrzeug entgegennehmen. Es handelt sich um ein Pionierfahrzeug, das auch für Mannschaftstransporte eingesetzt werden kann. Die Gerätschaften sind in Rollbehältern untergebracht, welche mühelos über eine Schieneentladen werden können. Somit ist auch bei engen Platzverhältnissen ein rascher Einsatz möglich. Wie alle anderen Fahrzeuge der Gelterkinder Feuerwehr trägt auch die jüngste Anschaffung keinen speziellen Namen. Die Fahrerinnen und Fahrer werden ihr Gefährt wohl Mowag nennen und dabei gleich noch etwas Werbung für den technischen Ausrüster machen.

Recht spektakulär fiel die von der Primus inszenierte Löschdemo brennender Flüssigkeiten aus. Wasser als Löschmittel hat bei einem Flüssigkeitsbrand eine verheerende Wirkung, weil es sich in der Hitze sehr rasch in Dampf verwandelt und das brennende Öl richtiggehend auseinander reisst. Dadurch wird die Kontaktfläche des Öles mit dem Sauerstoff aus der Luft vervielfacht. Die Folge ist eine gewaltige Stichflamme. Brennt die Friteuse, hilft ein Deckel, ein Tuch oder eine Brandschutzdecke, grösseren Schaden zu vermeiden, und man gewinnt Zeit, einen geeigneten Feuerlöscher einzusetzen oder die Feuerwehr zu alarmieren. Der grosse Publikumsaufmarsch hat gezeigt, dass die Aktion der Wehrdienste bei der Öffentlichkeit auf reges Interesse gestossen ist, nicht nur werden des Gelterkinder Liedermachers Fredy Schär, der den Tag der offenen Tür mit ein paar Einlagen zum Schmunzeln abgerundet hat.

 

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